Bei der Ableitung von gewerblichem und industriellem Abwasser sowie oder Regenwasser sind Grundleitungen in Zusammenhang mit der Art des abgeleiteten Abwassers nach gesonderten Regelungen vom Gesetzgeber zu prüfen. Auch Abscheideranlagen für Fette sind vor der Inbetriebnahme und anschließend in periodischen Abständen von nicht mehr als 5 Jahren auf Dichtheit zu überprüfen. Erfolgte keine Prüfung auf Dichtheit, ist diese Prüfung beider nächsten fälligen Generalinspektion zu erledigen.

Weitere Kategorien für die Prüfung

Bei Anlagen zur Ableitung von häuslichem Abwasser oder einer Abwasserbehandlungsanlage werden Grundleitungen gemäß DIN 1986-30 als dicht bezeichnet, wenn keine sichtbaren Schäden durch eine TV-Untersuchung festgestellt werden. Falls eine optische Inspektion nicht durchgeführt werden kann oder als nicht ausreichend gilt, ist eine Durchführung der Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 erforderlich. Zudem sind Schächte, Pumpenschächte, Inspektionsöffnungen, Kleinkläranlagen, Abwassersammelgruben sowie keine monolithischen Verläufe sind inklusive der Dichtung zwischen den Bauteilen und den befestigen Grundleitungen gemäß den Zeitspannen und Prüfarten laut DIN 1986-30 auf Dichtheit zu checken. Neue und sanierte Schächte und in Flächen befindliche monolithische Abläufe (im Sinne von §62 WHG) sind inklusive der Dichtung zwischen den einzelnen Bauteilen sowie der angeschlossenen Basisleitung nach den üblichen anerkannten Regelungen der Technik durch eine Prüfung der Wasserdichtheit gemäß DIN EN 1610 zu prüfen. Für vorhandene Schächte, Pumpenschächte und Inspektionsöffnungen werden diese Prüfungen vorzugsweise mit Wasser durchgeführt.